„Vienna Film Incentive“: Wien ruft zwei Mio. Euro schwere, internationale Filmförderung ins Leben

2022-05-04T16:38:50+00:00
Wien Volksgarten ©WienTourismus_Christian Stemper

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Wien / Frankfurt, 29.03.2022 – Jeder zehnte Wien-Reisende entscheidet sich aufgrund eines Filmes für einen Besuch der Donaumetropole. Die neue „Vienna Film Incentive” soll der Wiener Visitor Economy zugutekommen – den Wirtschaftstreibenden ebenso wie dem Tourismusstandort.

Allein im Jahr 2021 war Wien Schauplatz von rund 80 internationalen Produktionen für Kino und TV. Im Rahmen der Vienna Film Incentive investiert die Stadt Wien bis Ende 2023 zwei Millionen Euro, um internationale Filmemacher für Wien zu begeistern. Die Fördermaßnahme steht explizit nicht nur klassischen Filmproduktionen, sondern auch Serien sowie Produktionen von Streaming-Anbieter offen. Sie trägt damit der wachsenden Bedeutung von Video-on-Demand-Services Rechnung.

FILMSTAR WIEN

„Set-Jetting“ nennt sich der Trend, der beschreibt, wie Filmfans Schauplätze von Erfolgsserien und Kultfilmen zu ihrem Urlaubsziel machen. Der in Wien spielende britische Film „Der dritte Mann” aus dem Jahr 1949 gilt als eines der frühesten Beispiele für Filmtourismus. Neben Orson Welles spielt das Riesenrad im Wiener Prater eine wichtige Rolle im Film. Die „Sissi“-Trilogie ist seit den 1950ern ein Welterfolg. Hauptdarsteller neben Romy Schneider: Schloss Schönbrunn. Als James Bond ermittelte Timothy Dalton 1986 für „Der Hauch des Todes“ in Wien und sorgte im Prater, der Volksoper, in Schönbrunn und im Gasometer für Action. In „Before Sunrise“ verbringt Ethan Hawke mit seiner großen Liebe 14 Stunden in Wien und entdeckt dabei Albertina, Prater, Hofburg, Donaukanal, Ringstraße und Votivkirche. Und Tom Cruise seilte sich für „Mission Impossible – Rogue Nation“ 2015 von der Wiener Staatsoper ab – wo dann auch die Premiere des Blockbusters stattfand.

FILME ALS STARKES REISEMOTIV FÜR WIEN

Dem „Travelsat-Index“ des Online-Marktforschungsunternehmens TCI-Research zufolge wählten zwischen 2017-2019 rund 100 Millionen internationale Reisende ihre Destination hauptsächlich aufgrund von Filmen aus. Dabei attestieren die Analysen Wien einen Wettbewerbsvorteil im europäischen Vergleich. Eine(r) von zehn BesucherInnen entscheidet sich hauptsächlich aufgrund eines Filmes für Wien. Generell sind BesucherInnen, die sich von Filmen zu Urlaubsreisen inspirieren lassen, laut TCI um etwa 10 Prozent empfänglicher für Destinationswerbung als der Durchschnitt aller BesucherInnen und reisen auch außerhalb der Hochsaison häufiger. Zugleich teilen sie ihre Reiseerfahrungen aktiver in sozialen Netzwerken (+27%) und weisen höhere Weiterempfehlungsraten auf (+6%). Sie nehmen während ihrer Reise mehr an kulturellen oder naturbezogenen Aktivitäten teil (+19%) und sind auch mit den meisten Aspekten ihres Aufenthalts zufriedener. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in der Zielgruppe der Millennials und in Märkten wie China oder den Golfstaaten (GCC). „Filme und Tourismusmarketing ergänzen sich ideal“, fasst Tourismusdirektor Norbert Kettner zusammen.

BEWEGTBILD ALS TEIL TOURISTISCHER IMAGEBILDUNG UND CHANCE FÜR PRODUKTGESTALTUNG

Der WienTourismus ist Anlauf- und Abwicklungsstelle des „Vienna Film Incentive“. Direktor Norbert Kettner: „Bewegtbild gehört seit der Geburtsstunde des Films 1895 zum Kanon der Imagebildung einer Destination. Mit der neuen Förderschiene erweitern wir unser Portfolio: Zusätzlich zur klassischen internationalen Marketingkommunikation können wir nun auch gezielt das Instrument der Filmförderung nutzen, das auf die Steigerung der Wahrnehmung bei potenziellen BesucherInnen abzielt. Besondere Relevanz hat dies vor allem bei der Erschließung von Fernmärkten, wo wir Bekanntheitsgrad und Imagefaktor Wiens über den Hebel der Populärkultur noch weiter steigern wollen. Der Einfluss von Filmen bietet nicht nur im Destinationsmarketing Möglichkeiten, er kann auch für Wiens Visitor Economy Chancen bedeuten, etwa beim Aufbau erlebnisorientierter Tourismusprodukte, die diese wachsende Nachfrage der Reisenden befriedigen. Wir sehen das eindrucksvoll beim 1949 gedrehten Film ‚Der dritte Mann‘, dem in Wien ein eigenes Museum sowie eine eigene Kanaltour gewidmet ist. Filmtourismus kann sich im Idealfall langfristig positiv auf die Visitor Economy und die Markenbildung auswirken“.

FÖRDERMAßNAHME ALS TRUMPFKARTE FÜR FILMSTANDORT WIEN BEI AKQUISE

Maßgeblich an der Erstellung der Richtlinie beteiligt war die Vienna Film Commission, die zusammen mit dem WienTourismus im Vienna Film Incentive einen starken Hebel sieht, internationale Produktionen nach Wien zu holen. „Angebote wie das Vienna Film Incentive sind ein enormer Motivationsfaktor für Filmschaffende, eine Trumpfkarte in der Akquise und damit exakt jener Schritt, den es braucht, um den Filmstandort Wien international noch stärker zu positionieren. Ich weiß aus zahlreichen Gesprächen mit Filmstudios und Streaming-Anbietern, dass Wien ein überaus attraktiver Drehort ist, in der Vergangenheit aber nicht selten aufgrund eines fehlenden Incentives dann doch keinen Zuschlag erhalten hat. Mit dem Vienna Film Incentive hat sich die Ausgangssituation nun grundlegend verändert“, erklärt Marijana Stoisits, Geschäftsführerin der Vienna Film Commission.

FÖRDERBARE INTERNATIONALE FILMPRODUKTIONEN UND FÖRDERKRITERIEN

Die Vienna Film Incentive unterstützt ausschließlich Ausgaben, die in Wien getätigt werden und damit den Wirtschaftsstandort Wien stärken. Förderbar sind internationale fiktionale und nicht-fiktionale Filmproduktionen, die min. zwei Drehtage in Wien beanspruchen und deren Länge min. 45 Minuten beträgt. Eine österreichische Serviceproduktionsfirma muss an Bord sein. Die Gesamtherstellungskosten müssen bei Spielfilmen min. vier Millionen Euro, bei Dokumentarfilmen min. 500.000 Euro betragen. Die Förderquote beträgt max. 30 Prozent der förderungsfähigen Herstellungskosten. Die max. Obergrenze der Fördersumme beträgt je Projekt 400.000 Euro. Industrie-, Werbe-, oder Imagefilme, Show-Programme, Magazine, Reportagen oder reine Theater-, Opern- und Konzertaufnahmen können nicht gefördert werden. Interessenten müssen im Bewerbungsprozess außerdem eine Checkliste ausfüllen, die anhand eines Punktesystems unter anderem Aufschluss darüber gibt, wie viele Szenen in Wien spielen und welche Motive zur Verwendung kommen.

Detaillierte Informationen zu Förderbedingungen sowie Anträge unter https://filmincentive.vienna.info.
Weitere Informationen rund um Wien auf www.wien.info
Allgemeine Wien-Bilder in Druckauflösung: foto.wien.info
Allgemeine Bewegtbilder über Wien in Full HD und in 4K-Auflösung: footage.wien.info

 

RÜCKFRAGEN

WienTourismus
Isabella Rauter
Tel.: +43 – 1 – 211 14 – 301
Isabella.Rauter@wien.info

KPRN network GmbH
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Tel: +49 (0) 69 71 91 36 – 40
Moeller.Anke@kprn.de

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